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Gott spricht Jiddisch
Mein Jahr unter Ultraorthodoxen
€6.00
Tauchen Sie ein in die Welt der Ultraorthodoxen: Ein faszinierender Reisebericht von Tuvia Tenenbom, der Einblicke, Humor und scharfsinnige Beobachtungen verbindet. Ein Muss für alle, die jüdische Kultur und Gesellschaft verstehen möchten.
Mea Schearim, die Stadt der 100 Tore, ist ein Viertel von Jerusalem, das fast ausschließlich von ultraorthodoxen Juden bewohnt wird. Um diese unfassbar aufregende und fremde Welt und ihre Spiritualität erfassen und verständlich machen zu können, muss man dort gelebt haben – so wie Tuvia Tenenbom, der in Mea Schearim aufgewachsen ist und nach vielen Jahren in New York hierher zurückgekehrt ist, um sich seiner Vergangenheit zu stellen: Denn Tenenbom entstammt selber einer ultraorthodoxen Familie, lernte in einer Jeschiwa, und ihm wurde eine Zukunft als einer der ganz großen Rabbis prophezeit. Dies machte seinen Aufenthalt auch zu einer Reise in die eigene Kindheit. Tenenbom wollte wissen, wie sich die orthodoxe Kultur und Lebensweise verändert und wie sich eine restriktive Welt in einer immer restriktiver werdenden Welt entwickelt hat. Um diese Frage zu beantworten, wird er für lange Monate wieder einer von ihnen und tut das, was sie tun: in die Synagogen und in die Jeschiwas gehen, zum Rebbe, zum Rabbi, auch zu den Extremisten unter ihnen, mit ihnen zu essen und stundenlang zu singen, zum Schabbat mit den Familien zusammenzusitzen und Jiddisch mit ihnen zu sprechen, und er gewinnt so ihr Vertrauen, dass sich ihm die Menschen öffnen und dass ihre Welt des Glaubens in ihrer ganzen Faszination und in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit offenbar wird.
Titel Gott spricht Jiddisch : mein Jahr unter Ultraorthodoxen / Tuvia Tenenbom ; Fotos, Organisation und Beratung: Isi Tenenbom ; aus dem amerikanischen Englisch von Michael Adrian
Person(en) Ṭenenbom, Ṭuvyah (Verfasser)
Tenenbom, Isi (Fotograf)
Adrian, Michael (Übersetzer)
Organisation(en) Suhrkamp Verlag (Verlag)
Ausgabe Erste Auflage, deutsche Erstausgabe
Verlag Berlin : Suhrkamp
Zeitliche Einordnung Erscheinungsdatum: 2023
Umfang/Format 575 Seiten : Illustrationen ; 21 cm, 568 g
ISBN/Einband/Preis 978-3-518-47335-1 Broschur : circa EUR 18.00 (DE), circa EUR 18.50 (AT), circa CHF 25.90 (freier Preis)
3-518-47335-2
Bestellnummer(n) Bestellnummer: ST 5335
EAN 9783518473351
Sprache(n) Deutsch (ger)
Beziehungen Suhrkamp nova
In Beziehung stehende Ressource: ISBN: 9783518469996
In Beziehung stehende Ressource: ISBN: 9783518466841
Schlagwörter Jerusalem- Mea Shearim ; Ultraorthodoxes Judentum
DDC-Notation 296.832092 [DDC22ger]
Sachgruppe(n) 290 Andere Religionen ; 300 Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Tuvia Tenenbom, geboren in Israel, ist ein multitalentierter Schriftsteller, Dramatiker und Journalist mit einem besonderen Gespür für kulturelle und gesellschaftliche Beobachtungen. Als Gründer des Jewish Theater of New York hat er sich einen Namen als provokativer und gleichzeitig einfühlsamer Chronist jüdischer Lebenswelten gemacht. Tenenboms Werke zeichnen sich durch ihre scharfe Intelligenz, ihren Witz und ihre Fähigkeit aus, komplexe kulturelle Phänomene zugänglich und unterhaltsam darzustellen. Seine einzigartige Perspektive, geprägt durch seine multinationale Ausbildung und Lebenserfahrung, verleiht seinen Werken eine besondere Tiefe und Authentizität.
INHALT
KÜNDIGEN SIE MEINE BEERDIGUNG AN ? Raus hier.
Ungläubiger! 17
FLIEGT MAN BESSER IN EINEM FLUGZEUG ODER AUF
EINEM ADLER? Weiße Esel, Maultiere, ein Prophet und ein
Messias auf der Suche nach einer Mauer 34
DURCHGANG FÜR HUNDE UND ZIONISTEN ABSOLUT
VERBOTEN Ebenfalls verboten: Schöne Königinnen, Vögel und
Süße angucken 40
DIE TRAUER UM EINEN ZERSTÖRTEN TEMPEL Moses'
Gesetz: Ein Mann darf eine schöne Frau nicht anschauen,
eine hässliche aber schon 54
AUF PARTNERSUCHE? GEHEN SIE ZU EINEM GRAB
Taliban-Ladys heiraten samenvergießende Männer 58
KAHLGESCHORENE KÖPFE UNTER 24000-DOLLAR-HÜTEN
»Ist sie dünn oder dick? Welche Hautfarbe hat sie? Und welche
Haarfarbe?« 61
EINE STUNDE + EIN GEBET = EINE MILLIARDE SCHEKEL
»Gibst du einem jüdischen Bettler einen Schekel, ist er sauer.
Gibst du einem Goj 20 Cents, ist er glücklich.« 69
EIN LITWAKISCHER RABBINER SIEHT SEINE FRAU AN UND
RENNT LOS, UM ES ALLEN ZU ERZÄHLEN Was genau
bedeutet Auferstehung der Toten ? 74
JÜDISCHE MÄNNER MÜSSEN KATZENSCHWÄNZE AUF
DEM KOPF TRAGEN Höchste Zeit, mit zwei palästinensischen
Fahnen in der Hand an einem Grab zu Gott zu beten 81
BEGRÜSSUNG DER NAZIS MIT BROT UND SALZ »Ich bin
lieber bei den Nazis als bei den Zionisten.« 93
»Tenenboms Buch wird ... zur letzten Momentaufnahme dieses wesentlichen Teils der israelischen Gesellschaft vor der Zäsur des 7. Oktobers.«
taz.de
»Ein faszinierendes Buch, das die Welt der ultraorthodoxen Juden ausleuchtet.«
Süddeutsche Zeitung
»... ein außergewöhnliches, humanes Buch, das sich gerade in diesem Herbst der Schreckensnachrichten allen empfiehlt, die mehr wissen wollen über das Judentum.«
DER SPIEGEL
»Tenenboms bestes Buch bislang, tiefsinnig, erhellend und unterhaltsam.«
DER SPIEGEL
»Er provoziert, hat aber auch viel Humor.«
Deutschlandfunk Kultur
»Spannend, hochkomisch, gnadenlos direkt, diese Ich-Reportage ‒ so subjektiv, zugespitzt und bissig, wie man es von dem rundlichen Mann in Hosenträgern nur erwarten kann … Mitreißend und von großer Menschenliebe.«
NDR
»Eine Reportage, die Grundlagen vermittelt und gleichzeitig in die Tiefe geht ... Unterm Strich entsteht ein unglaublich facettenreiches, liebevoll gezeichnetes Bild, das über eingefahrene, oberflächliche und billige Vorverurteilungen weit hinausreicht. Das alles formuliert mit einem unnachahmlichen Witz … Dem Leser öffnet er damit vielfältige Türen, die sonst verschlossen bleiben.«
Israelnetz Magazin
»Tuvia Tenenbom öffnet Türen. Mit viel Humor, in unzähligen Anekdoten erzählt er von einer Welt, die erst einmal nicht viel von sich preisgibt.«
Bayerischer Rundfunk
»In
Gott spricht Jiddisch
erklärt Tenenbom leichtfüßig, mitunter ironisch und mit Humor, was es mit den Charedim, also gottesfürchtigen Jüdinnen und Juden, auf sich hat. Ein Buch voller Warmherzigkeit und Wohlwollen.«
tz München
»Man liest dieses kluge, komische Buch neugierig. Tenenboms zart-bissiger, immer menschlicher Blick auf das manchmal Irrationale ist gerade seit dem 7. Oktober eine Wohltat.«
Kurier Wien
»Tenenbom schreibt auf, was ist – und das ist, wie stets bei ihm, häufig skurril und urkomisch. … eine ebenso geglückte wie beglückende Beschreibung einer weithin unbekannten Gruppe von Menschen, die häufig aus Unkenntnis als negatives Zerrbild ›des Juden‹ herhalten muss.«
Hamburger Abendblatt
»Tenenbom beschert mit seinem Humor eine ebenso amüsante wie interessante Lektüre.«
das zeichen
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